Das sollten Sie zum Thema Rückruf wissen

Auto Recall

Rückrufe für Fahrzeuge kommen leider ausgesprochen häufig vor. Allein im Jahr 2019 wurden in Deutschland mehr als 3,1 Millionen Fahrzeuge von ihren Herstellern zurückgerufen. Falls Ihres von einem Rückruf betroffen ist, ist die Faustregel sich umgehend und ausführlich zu informieren und Ihr Fahrzeug schnellstmöglich reparieren zu lassen. 

Sie fragen sich nun ob Ihr Auto oder eines, dass Sie vorhaben zu kaufen aktuell oder in der Vergangenheit schon einmal Teil einer Rückrufaktion war? Checken Sie dies kostenlos in nur wenigen Schritten mit Hilfe von Gapless.

Was ist ein Rückruf?

Ein Rückruf wird veranlasst, wenn entweder der Autohersteller oder das KBA (Kraftfahrt-Bundesamt) feststellt, dass ein Fahrzeug Sicherheitslücken aufweist oder in anderer Weise Sicherheitsstandards nicht erfüllt. Fahrzeuge können verschiedenste Mängel aufweisen, häufigste Probleme verursachen u.a. die Lenkung, Bremsen, Sicherheitsgurte, Reifen, Zündschalter oder viele weitere Autoteile. Es kann sich zum Teil um kleinere, harmlose Defekte handeln, aber auch Mängel die im Ernstfall lebensbedrohlich enden können. 

Autohersteller sind verpflichtet gefundenen Mängel bekannt zu geben und melden diese auch. Teilweise werden aber dennoch teils Defekte ignoriert oder gar nicht erst erkannt. Im letzteren Fall können Autofahrer dazu beitragen, dass mehr bestehende Fahrzeugmängel erkannt und veröffentlicht werden, indem Sie Ihre Fahrzeugprobleme beim KBA melden. Werden von verschiedenen Personen, gleiche Probleme gemeldet, kann das KBA mit Hilfe dieser Daten einen möglichen Rückrufgrund erkennen.

Autohersteller sind dann dazu verpflichtet die entsprechenden Fahrzeuge zurückzurufen und die Mängel zu reparieren. Für Sie als Fahrzeughalter sollten dabei nie Kosten entstehen.

Rückrufe sind ein zunehmendes Problem

Auch wenn es Ihnen nicht bewusst ist, Rückrufe von Fahrzeugen sind ein gängiges Problem. Laut einem Bericht von McKinsey finden Rückrufe in jedem Land in einer ähnlichen Häufigkeit statt, wobei die meisten Rückrufe Fahrzeuge von größeren Autokonzernen betreffen. In Deutschland wurden allein im Jahr 2019 mehr als 3,1 Millionen Fahrzeuge zurückgerufen, im Jahr 2016 waren es sogar mehr als 3,7 Millionen. Obwohl dies nach einem rückläufigen Trend aussieht, trügt dies. In den letzten fünf Jahren wurden mehr Autos zurückgerufen als in den Jahren 2010 bis 2014! (ADAC)

Die steigende Anzahl an Rückrufe kann zwei möglichen Gründe haben. Zum einen werden die elektrischen Systeme in Fahrzeugen von Jahr zu Jahr komplexer und damit fehleranfälliger. So ist es inzwischen gängig, dass Fahrzeuge mit Touch Screen Monitoren ausgestattet sind, die genauso leistungsfähig sind wie Smartphones. Klingt fortschrittlich, bringt aber auch Anfälligkeiten und Konsequenzen mit sich. Je komplexer die verschiedene Systeme werden, desto mehr Software- und Herstellungsfehler können auftauchen. Und dies kann für Fahrer, Passagiere und Fußgänger Risiken bergen.

Zum andern greifen viele Automobilhersteller aufgrund der zunehmend globalisierter Wirtschaft auf die gleichen Zulieferer für Autoteile zu. Dies führt dazu, dass ein fehlerhaft produziertes Teile bei einem einzelnen Lieferanten die gesamte Lieferkette beeinflusst. Im Jahr 2014 gab es einen Rückruf wegen der Airbags eines japanischen Unternehmens, das insgesamt 29 Automarken und 14 Automobilhersteller betraf.

Die Chance, dass auch Ihr Auto von einem Rückruf betroffen ist, ist nicht allzu unwahrscheinlich. Finden Sie in den folgenden Abschnitten des Artikels heraus, was Sie in einem solchen Fall tun können!

Wie finde ich heraus, ob mein Fahrzeug Teil eines Rückrufs ist?

Normalerweise werden Fahrzeughalter im Falle eines Rückrufs schriftlich von dem Hersteller benachrichtigt. Durch das Produktsicherheitsgesetz sind Hersteller verpflichtet, Fahrzeuge mit Sicherheitsmängeln zurückzurufen und Besitzer zu informieren.

Sie müssen sich allerdings nicht auf die Hersteller verlassen und können die Informationen zu vergangenen und aktuellen Rückrufen für Ihr Fahrzeug schnell und einfach selbst einholen. Dies geht zum Beispiel in nur wenigen Klicks online mit der kostenlosen Gapless App. Überprüfen Sie in wenigen Sekunden ob Ihr Auto jemals zurückgerufen wurde. Falls dies der Fall ist, werden alle Information automatisch in Ihr Fahrzeugprofil eingespielt und Sie haben diese wichtigen Informationen dokumentiert und immer abrufbar. Ebenso können Erinnerungen gestellt werden, sodass Sie Gapless umgehend informiert sobald ein neuer Rückruf für Ihr Fahrzeug veröffentlicht wurde. Probieren Sie es kostenlos aus und laden Sie die Gapless App kostenlos herunter. 

Was mache Ich, wenn mein Auto zurückgerufen wird?

Keinen Grund zur Panik. Rückrufaktionen finden sehr häufig statt und haben verschiedene Gründe. Folgen Sie den Anweisungen in diesem Artikel, lassen Sie die Mängel so schnell wie möglich beheben.

Wenn vorhanden, lesen Sie sich zunächst das Rückrufschreiben von Ihrem Hersteller durch. Haben Sie Ihren Rückruf über Gapless geprüft, finden Sie die relevanten Informationen in Ihrer ‘Timeline’ unter dem entsprechenden Eintrag.

In Ihrem Rückrufschreiben sollte das Sicherheitsproblem, die damit verbundenen Risiken und alle Warnzeichen, die Sie kennen sollten, beschrieben werden. Außerdem sollten Sie auch Informationen dazu finden, wie Sie einen Termin mit Ihrem örtlichen Händler vereinbaren können, um den Defekt zu beheben. Falls Sie Schwierigkeiten haben den Händler zu erreichen, wenden Sie sich bitte an Ihren Hersteller und fragen dort um Hilfe. Das wichtigste ist, dass Sie sich, so früh wie möglich darum kümmern. 

Muss ich selbst für die Reparatur bezahlen?

In den meisten Fällen müssen Sie nichts für die Reparatur aufgrund eines Rückrufs zahlen. Auch wenn Ihr Auto beim Kauf kein Neuwagen war, tragen normalerweise die Autohersteller die Kosten für die Reparatur. Unter Umständen haben Sie sogar Anspruch auf eine Aufwandsentschädigung, wenn Sie z.B. die Reparaturen an Ihrem Fahrzeug selbst durchgeführt haben, hier sollten Sie sich allerdings gesondert informieren. 

In der Vergangenheit gab leider einige Ausnahmen, in denen die Fahrzeugbesitzer die Reparaturkosten selbst aufbringen mussten. Eine dieser Ausnahmen ist z.B. wenn ihr Auto älter als 10 Jahre ist. Trifft dies zu, ist der Hersteller nicht verpflichtet für die Kosten der Problembehebung aufzukommen. Gelegentlich übernehmen Hersteller in diesem Fall trotzdem die Kosten. Nachfragen lohnt sich.

Zusätzliche Reparaturen, die nicht Teil des Rückrufes waren, könnten Ihnen ebenfalls berechnet werden.

Wohin bringe ich mein Auto für die Reparatur?

Bringen Sie Ihr Auto zu Ihrem autorisierten Händler. Sollten Sie umgezogen sein, müssen Sie nicht zu Ihrem ursprünglichen Händler zurückkehren, sondern können auf der Website Ihres Autoherstellers einen neuen, näher gelegenen Händler finden

Wie lange dauert der Prozess?

Das ist in jedem Fall unterschiedlich. Je größer die Rückrufaktion ist, desto länger können Sie auf einen Termin bei einem Händler vor Ort warten

Soll ich bei einer Rückrufaktion sofort aufhören zu fahren?

Möglicherweise. Das Rückrufschreiben sollte Ihnen darlegen, ob ihr Auto trotzdem noch fahrbar ist oder nicht. Wenden Sie sich an den Hersteller oder Händler, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Wie erfahre ich, ob mein Gebrauchtwagen zurückgerufen wurde?

Überprüfen Sie beim Gebrauchtwagenkauf immer die VIN in der Rückrufdatenbank der KBA oder mit Hilfe der Gapless-App oder auf der Gapless Website.

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